Die Musette ist ein für den
höfischen Geschmack verfeinerter Dudelsack. Typische Kennzeichen sind
der Blasebalg und die in einem Zylinder zusammengefaßten Bordune. Außerdem
hat die Musette zwei Spielpfeifen, auf denen man fast die ganze gängige
Literatur in dieser Zeit spielen kann. |
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| Die
neue Ästhetik der Klassik führte in der Mitte des 18. Jahrhunderts zum Niedergang der Musette, wie bei anderen nunmehr altmodischen Instrumenten, wie Cembalo, Laute, Blockflöte und Gambe. Am Vorabend der französischen Revolution war die Musette zu einem Sammlerstück verkommen, das wegen seiner kostbaren Gestalatung mit Spielpfeifen aus Elfenbein und Silber und mit verzierten Samt- und Seidenmänteln um den Sack (die in den Journalen angebotenen Musettes hatten oft mehrere Mäntel in unterschiedlichen Farbtönen) nur noch als Schmuckstück gesucht wurde. |
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| Der Musette-Dudelsack wird von Lully seit 1664 regelmäßig in der Oper eingesetzt. Im Traite de la Musette von Borjon de Scellery (1672) lesen wir, ländliche und pastorale Darstellungen kämen ohne Musette nicht mehr aus, sie sei fast jedes Jahr im Ballett des Königs Ludwigs XIV zu sehen. Etwa um 1720 zur Zeit Ludwigs XV erlebt die Musette einen Aufschwung zu einem ausgesprochenen Modeinstrument. Bis etwa 1750 wird für dieses Instrument mehr komponiert als für beispielsweise Blockflöte und Violine. | ![]() |
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Joseph
Bodin de Boisnortier |
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| E-Mail: Drabon.SN@t-online.de |
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