| Die
Schäfermode prägte in Europa mehrere Jahrhunderte lang das kulturelle Leben in Dichtung, Malerei und Musik. Frankreich war jedoch das einzige Land, dessen Begeisterung für ungewöhnliche Klangfarben im 17. Jahrhundert dazu führte, daß sogar die den Schäfern zugeordneten Instrumente in nennenswertem Umfang in die Kunstmusik eingeführt wurden. Sie erlebten in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen beispiellosen Erfolg hinsichtlich der Publikation von Suiten, Sonaten, Konzerten und Kantaten. Auf der Opernbühne gehörte die Musette als das beliebteste pastorale Instrument etwa 100 Jahre zum festen Inventar. Der Gegensatz zwischen einem idyllischen Dasein und einer überfeinerten, verderbten Zivilisation bewegt die abendländische Gesellschaft nicht erst heute. |
||||||||||||||||||
| In der Zeit des Barock kommen Gesellschaftsschäfereien in Mode; Kostümfeste die gelehrte und literarische Zirkel veranlassen, Ihre Gedanken in der Rolle von Hirten auszutauschen. Noch Goethe wird 1787 in die Accademia degli Arcadi aufgenommen, eine Gesellschaft, deren Mitglieder sich unter Schäfernamen in freier Natur zum literarischen Diskurs treffen. Das Schäferspiel wird in Theater, Ballett und Oper Lieblingsthema der Zeit: Bühnenbild und Ausstattung, Kostüm und Tanz, Dichtung und Musik wirken zusammen, um ein elysisches Zauberreich zu schaffen. | Schon
in der Antike werden Arkadien (welche dem Traum vom einfachen Glück, Einheit
mit der Natur, Erinnerung an die verlorene Unschuld, Muße, Frieden und Liebe
entsprechen) zum poetischen Thema als unwirkliche Landschaft friedlicher
Hirten erhoben. Schäferdichtung gab es vom 15. -18. Jahrhundert in Italien,
Spanien, Frankreich, England und Deutschland. Das berühmteste Beispiel ist
wohl Il Pastor Fido von Giovanni Battista Guarini (1589), dessen Roman sogar
ins Persische und Indische übersetzt wurde und auch die Grundlage zu Opern von Bertali, Händel und Salieri bildete. |
|||||||||||||||||
| Home | ||||||||||||||||||
| Musette | ||||||||||||||||||
| Vent et cordes | ||||||||||||||||||
| a | ||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||
| a | ||||||||||||||||||
| E-Mail: Drabon.SN@t-online.de |
||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||
| a | ||||||||||||||||||
| Neben
der Musette und der Vielle (Drehleier)spielen Galoubet (Flùtet) mit Tambourin, Cromorne (Krummhorn), Trompette marine (Trumscheit) u.a. Instrumente eine Rolle als instruments champètres. |
||||||||||||||||||